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Hanselbek: Volkstanzunterricht in der Muttersprache

2013.06.05

 

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 In der Deutschen Nationalitätenschule Marianum in Hanselbek/Érd wird ab nun Volkstanz unterrichtet. Und damit geht ein alter Wunsch der Deutschen Selbstverwaltung von Hanselbek, nämlich eine ungarndeutsche Kindertanzgruppe ins Leben zu rufen, in Erfüllung. Ende vorigen Jahres ersuchte man die bekannte junge  Tanz- und Gruppenleiterin Sandra Titanilla Fuchs um Mitwirkung bei der Verwirklichung dieses Wunsches. So wurde vor einigen Wochen mit 26 Kindern auch die erste Tanzprobe auf Deutsch abgehalten.

Maria Eszes-Eschbach, Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung, war seit Jahren bestrebt, eine Kinderguppe auf die Beine zu stellen. In Hanselbek leben noch ungarndeutsche Traditionen, obwohl die Stadt und die Kulturgruppen trotz der Erfolge nicht so große Aufmerksamkeit in den Minderheitenmedien bekommen. Erika Engler, Mitglied der örtlichen Deutschen Selbstverwaltung und Mitarbeiterin der Marianum-Schule, hat Kontakt mit Sandra Fuchs in Schambek aufgenommen und einige Wochen nach den Besprechungen fing auch der Unterricht an. Da die von Sandra Titanilla Fuchs geleitete Lochberg-Regionaltanzgruppe öfters in Hanselbek und Umgebung mit großem Erfolg auftrat, haben die Hanselbeker Mut bekommen, eine eigene Gruppe zu gründen. Jahrelang haben sie die wunderschönen Trachten der Schambeker Mädchen bewundert, doch erst jetzt war die Zeit reif, ihre eigenen Kinder in diese Art der Traditionspflege einzubeziehen. Da die Marianum-Schule aktiv am Leben des Landesrates teilnimmt (Akkordeonlager, Chorwettbewerb usw.) möchten die Mitglieder der Deutschen Selbstverwaltung und die Schulleitung, daß diese Kindertanzgruppe auch aktiver Mitgestalter des örtlichen Nationalitäten-Lebens sei. 
Mit den 26 Kindern (zwischen 6 bis 10 Jahren) beschäftigt sich Sandra Fuchs ausschließlich in deutscher Sprache. Sie gründete mit 19 Jahren die Lochberg-­Regionaltanzguppe in Schambek, die seitdem auch in ganz Europa bekannt wurde. Mit 20 Jahren bekam sie den Nationalitäten-Jugendpreis und ist aktive Mitgestalterin des Nationalitätenlebens ihres Heimatdorfes und Umgebung. Sie erlernte ihr Tanzkönnen von solch bekannten Personen wie Helmut Heil, Peter Geringer, Nikolaus Manninger und Josef Wenczl und sammelte auch selbst Kindertanzspiele und Tanzschritte. Sie gab auch in mehreren Dörfern des Ofner Berglandes  Tanzunterricht. Als ausgebildete Germanistin und ehemalige GJUlerin hat sie schon zahlreiche Erfahrungen in der Jugendarbeit und findet ganz leicht den richtigen Ton mit den Kindern. Auch ihre langjährigen Erfahrungen im Tanzunterricht, ihr Engagement auf Nationalitätenebene und ihre exzellenten Sprachkenntnisse waren Schwerpunkte bei der Wahl  ihrer Person als Tanzlehrerin. Die Kindergruppe steht noch vor der Namenswahl. 

Wir hoffen, daß mit dieser Gründung und der Zusammenarbeit gutwilliger Menschen ein großer Schritt hin zum Erhalt der örtlichen ungarndeutschen Volkstanztraditionen getan wurde. Wir wünschen der jungen Gruppe viel Erfolg und daß die Kinder immer aufgeschlossen und frohen Herzens das Volkstanzgut ihrer Ahnen kennenlernen.


Martin Brenner

 

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